Verbreitung und Lebensraum

Der Seefrosch ist in fast ganz Festland-Europa mit Ausnahme von Italien, Spanien, Skandinavien und dem Alpenbogen zu finden. In Salzburg besiedelt der ruffreudige Seefrosch vor allem das Tiefland Salzburgs entlang der Salzach von der Stadt Salzburg nordwärts. Die Art ist im Flachgau zudem am Wallersee und bei den Trumer Seen zu finden. Der Seefrosch fehlt im Innergebirg und kommt in der Regel nicht höher als 500 m vor. Einzelne Beobachtungen in Adnet sowie im Pinzgau bei Zell am See sind auf Aussetzungen zurück zu führen.

Die Art ist eng an Gewässer gebunden und besiedelt unterschiedlichste (meist größere) stehende Gewässer vom Teich bis zum Baggersee. Kleingewässer wie Tümpel und Pfützen werden vom Seefrosch als Aufenthalts-, nicht jedoch als Fortpflanzungsgewässer genutzt. Die Art ist auch oft in menschlicher Nähe zu finden und besiedelt Gartenteiche, Retentionsbecken und sogar Fischteiche. Der Seefrosch nutzt Flüsse und Bäche zudem als Ausbreitungs- und Wanderkorridore.

Rote Liste Status in Österreich:

Verletzlich (VU - vulnerable)

Rote Liste Status in Salzburg:

Nicht gefährdet (LC – least concern)

Rechtlicher Schutz in Salzburg:

Besonders geschützte Tierart

FFH-Richtlinie:

Anhang V

Verbreitung des Seefrosches in Salzburg

Gefährdung

Der Seefrosch ist im Bundesland Salzburg als einzige Amphibienart in Ausbreitung begriffen und besiedelt aktiv neue Gewässer. Die Art ist demnach nicht gefährdet. Ganz im Gegenteil kann der Seefrosch in sensiblen Habitaten sogar zur Verdrängung heimischer Arten (wie dem Kleinen Wasserfrosch) beitragen.

Laufende genetische Analysen legen die Annahme nahe, dass es sich bei den Seefröschen in Salzburg mitunter um invasive Frösche verschiedener Gruppen aus dem Seefrosch-Artenkreis (Pelophylax ridibundus sensu lato) handelt.

Texte: Peter KAUFMANN, 2020

  • Seefrösche erreichen in Salzburg mitunter bis zu 11cm Kopf-Rumpf-Länge (Bild: P. Kaufmann)

  • Seefrosch an Land (Bild: P. Kaufmann)

  • Großflächige Schotterteiche werden vom Seefrosch oft in sehr hohen Dichten besiedelt

  • Rufendes Seefrosch-Männchen mit grauen Schallblasen (Bild: P. Kaufmann)

  • Flacher Fersenhöcker als Erkennungsmerkmal des Seefrosches

Literatur und Quellen