Riedteufel (Minois dryas)
Gefährdung
Aktuell nur noch vier Vorkommen in Salzburg. Lediglich in zwei davon sind mehr oder weniger ausgedehnten Niedermoorstreuwiesenhabitaten im geeigneten Zustand verfügbar. Die vier Populationen sind mittlerweile sehr isoliert, die entsprechenden Habitate teilweise sehr kleinflächig (bei einer Populationen besteht der Lebensraum aus einer einzigen Waldwiese). Im Wenger Moor Mitte der 90. Jahre des letzten Jahrhunderts ausgestorben.
Besonders gefährdet durch die schleichende Intensivierung der Bewirtschaftung der Lebensräume (häufige, flächige Mahd, zu starke Entwässerung, Eutrophierung durch z. B. Mist- oder Gülleausbringung) Die bereits ausgestorbenen Populationen sind aus den oben genannten Gründen verschwunden. Die indirekte Nährstoffanreicherung durch die Luft spielt wahrscheinlich auch eine negative Rolle. Da die Art recht spät im Sommer fliegt (etwa Mitte Juli-Ende August), kann sie nur in Flächen bestehen, die höchstens im Spätsommer oder Herbst gemäht werden. In Moorgebieten mit aktuellen Populationen oder mit gegebenem Habitatpotenzial muss diese Art im Rahmen des Naturschutzmanagements unbedingt berücksichtigt werden!
Rote Liste Status in Österreich: Art der Vorwarnliste (Near Threatened, NT)
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Rote Liste Status im gesamten Bundesland Salzburg: Vom Aussterben bedroht (Critically Endangered, CR)
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Minois dryas (Weibchen) - Bild: P. Gros
Verbreitung in Salzburg
In Salzburg kommt diese wärmeliebende Art ausschließlich in den tiefen Lagen des Salzburger Alpenvorlands vor. Aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft in vielen ehemalig besiedelten Lebensräumen sind viele Salzburger Populationen ausgestorben: Nur noch vier Vorkommen sind übrig geblieben, zwei davon sind sehr klein.

