Gefährdung

Als wärmeliebende Art kommt der Rote Würfel-Dickkopffalter nur sehr lokal in eher tieferen, wärmebegünstigten Lagen Salzburgs vor. Gerade diese Standorte sind besonders von der Intensivierung der Landwirtschaft betroffen. V. a. die massive Ausbreitung der Güllewirtschaft stellt hier ein großes Problem dar, indem sie das Verschwinden magerer Lebensräume verursacht. Auch beim Siedlungsbau werden wärmebegünstigte Standorte bevorzugt („sonnige Hanglagen“), die für den Falter folglich auch verloren gehen. Solche Grenzertragsflächen sind auch zunehmend durch die völlige Aufgabe der Bewirtschaftung oder Aufforstung gefährdet. Der Rote Würfel-Dickkopffalter ist heutzutage nur noch in landwirtschaftlich relativ unproduktiven, flachgründigen Hanglagen zu finden. Aus den letzten 20 Jahren sind nur noch Nachweise aus extensiv bewirtschafteten Magerweiden mittlerer Höhenlagen aus dem Gaisberggebiet und aus der Umgebung von St. Koloman im Gebiet der Salzburger Kalkvoralpen bekannt. Leider gibt es kaum Nachweise des Roten Würfel-Dickkopffalters aus dem Alpenvorland. Hier war er ehemals mit Sicherheit verbreitet, wenn auch nur lokal vorkommend. Die intensive Landwirtschaft, bis an den Rand von Straßen und Wäldern, hat den potenziellen Lebensraum hier offensichtlich vor geraumer Zeit unbesiedelbar gemacht.

Da der Rote Würfel-Dickkopffalter in Salzburg kaum noch geeignete Lebensräume vorfindet, und da diese von einer extensiven Bewirtschaftung abhängig sind, kann er hier zu Recht als stark gefährdet angesehen werden. Konkret an die Ansprüche dieser Falterart angepasste Naturschutzmaßnahmen müssen in Salzburg unbedingt umgesetzt werden.

Rote Liste Status in Österreich:

Gefährdet (Vulnerable, VU)

Rote Liste Status in Salzburg:

Vom Aussterben bedroht (Critically Endangerd, CE)

Situation im Salzburger Alpenvorland:

Ausgestorben

Spialia sertorius (Weibchen) - Bild: P. Gros

Spialia sertorius (Weibchen) - Bild: P. Gros

Verbreitung in Salzburg

Im Bereich der Salzburger Kalkvoralpen (Osterhorngruppe) sehr lokal vorkommend, diese Art war im Alpenvorland und im Salzburger Becken ehemals wahrscheinlich weiter verbreitet: potenzielle, geeignete Habitate gibt es hier allerdings kaum noch.