Verbreitung und Lebensraum

Der Bergmolch ist eine im Berg- und Hügelland Mitteleuropas weitverbreitete Molchart mit Vorkommen von Frankreich bis Rumänien und weiteren isolierten Vorkommen auf dem Apennin und der Iberischen Halbinsel. In Österreich fehlt die Art in den Niederungen und somit in großen Teilen Niederösterreichs, Wiens und Burgenlands.

In Salzburg ist der Bergmolch die häufigste und am weitesten verbreitete Molchart. Er besiedelt beinahe flächendeckend das ganze Bundesland mit der höchsten Dichte zwischen 400 und 800 Höhenmetern. In den Hohen Tauern kann die Art auch überhalb von 2.000 m gefunden werden. Datenlücken für die Art bestehen in Salzburg derzeit vor allem ab der montanen Höhenstufe.

Der Bergmolch überwintert versteckt unter morschem Holz, Steinen, Moos oder Blättern an Land. Im Frühjahr nutzt er als Paarungs- und Laichplätze kleinere, permanente Gewässer sowie Bergseen oder Speicherteiche. Je nach Umgebungstemperatur verlässt er ab Juli seine Laichgewässer. Die vollentwickelten Jungtiere wandern ab dem späten Sommer an Land zu den umliegenden Winterquartieren. Vereinzelt kommt es aber auch zur Überwinterung im Gewässer.

Rote Liste Status in Österreich:

Potentiell gefährdet (NT - near threatened)

Rote Liste Status in Salzburg:

Potentiell gefährdet (NT - near threatened)

Rechtlicher Schutz in Salzburg:

Besonders geschützte Tierart

FFH-Richtlinie:

Nicht gelistet

Verbreitung des Bergmolches in Salzburg

Gefährdung

Die Hauptursache der Gefährdung des Bergmolches ist der Verlust seiner Laichgewässer. Sei es durch Verbauung, Wasserentzug oder Fischbesatz. Im Landlebensraum tragen vor allem Rodungen zum Lebensraumverlust dieser Art bei. Der Bergmolch wurde außerdem an 22 Amphibienwanderstrecken im Land Salzburg festgestellt und ist damit die am dritthäufigsten durch Straßenverkehr betroffene Amphibienart Salzburgs.

Texte: Cvetka LIPOVNIK, 2020

  • Bergmolch im Wasser (Bild: P. Kaufmann)

  • Bergmolch Männchen links und Weibchen rechts (Bild: P. Kaufmann)

  • Alpiner Lebensraum von Grasfrosch und Bergmolch am Nassfeld im Gasteinertal

  • Periodisch austrocknende Karstgewässer wie der Ameisensee werden von Kamm-, Teich- und Bergmolch zur Fortpflanzung genutzt

Literatur und Quellen

  • Biodiversitätsdatenbank des Landes Salzburg am Haus der Natur, Datenstand August 2020.
  • GOLLMANN G. (2007): Rote Liste der in Österreich gefährdeten Lurche (Amphibia) und Kriechtiere (Reptilia). In: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft (Hrsg.): Rote Listen gefährdeter Tiere Österreichs, Teil 2: Kriechtiere, Lurche, Fische, Nachtfalter, Weichtiere. Böhlau Verlag, Wien-Köln-Weimar: 515S.
  • KAUFMANN P. (2016): Die Herpetofauna der Stadt Salzburg. In: Mitt. Haus der Natur 23: 39-54.
  • KYEK M. & A. MALETZKY (2006): Atlas und rote Liste der Amphibien und Reptilien Salzburgs. Land Salzburg: 141S.
  • KYEK M. & P. KAUFMANN (2001 – 2019): Bericht zur Koordination der Betreuung der Amphibienwanderstrecken an Landes- und Gemeindestraßen im Land Salzburg. Haus der Natur im Auftrag der Salzburger Landesregierung.

Untersuchungen zum Bergmolch in Salzburg:

  • SCHUSTER J. (2019): Suburban Life of Ichthyosaura alpestris-The amphibian of the year 2019 in mesotrophic ponds at the Plainberg near Salzburg. Bachelor-Thesis. University of Salzburg, 25S.