Verbreitung und Gefährdung der Amphibien Salzburgs

Taxon

Bild

Verbreitung

SBG

AT

EU-FFH
Richtlinie

Berner
Konvention,
Anh. II

Alpensalamander
Salamandra atra

LC

NT

Anhang IV

 

Feuersalamander
Salamandra salamandra

VU

NT

 

 

Bergmolch
Ichthyosaura alpestris

NT

NT

 

 

Teichmolch
Lissotriton vulgaris

EN

NT

 

 

Alpenkammmolch
Triturus carnifex

CR

VU

Anhang II + IV

B

Kammmolch
Triturus cristatus

CR

EN

Anhang II + IV

B

Gelbbauchunke
Bombina variegata

EN

VU

Anhang II + IV

B

Erdkröte
Bufo bufo

VU

NT

 

 

Wechselkröte
Bufotes viridis

CR

VU

Anhang IV

 

Laubfrosch
Hyla arborea

EN VU

Anhang IV

B

Springfrosch
Rana dalmatina

CR

NT

Anhang IV

B

Grasfrosch
Rana temporaria

NT

NT

 

 

Kleiner Wasserfrosch
Pelophylax lessonae

CR

VU

Anhang IV

 

Teichfrosch
Pelophylax esculentus

LC

NT

   

Seefrosch
Pelophylax ridibundus

LC

VU

   

Quellen: KYEK, M. & MALETZKY, A. (2006) Atlas und rote Liste der Amphibien und Reptilien Salzburgs. Land Salzburg, Salzburg.

KAUFMANN P. (2014): Verbreitung und Gefährdung von Kleinem Wasserfrosch (Pelophylax lessonae), Seefrosch (Pelophylax ridibundus) und Teichfrosch (Pelophylax esculentus) im Bundesland Salzburg. Masterarbeit Universität Salzburg, 207 S.

Gefährdungskategorien:

EX - Extinct (ausgestorben)
Ein Taxon ist ausgestorben, wenn kein begründeter Zweifel vorhanden ist, dass das letzte Individuum gestorben ist. Ein Taxon gilt als ausgestorben, wenn erschöpfende Untersuchungen in bekannten und/oder potenziellen Lebensräumen, in geeigneten Zeiträumen (tages- und jahreszeitlich, jährlich), im ganzen historischen Verbreitungsgebiet, keine Beobachtungen ergaben. Der Zeitpunkt und die Dauer der Suche nach einer Art sollen dem Lebenszyklus und der Lebensform angepasst werden. Diese Kategorie ist nicht auf nationale oder regionale Listen übertragbar.

EW - Extinct in the Wild (in der Natur ausgestorben)
RE - Regionally Extinct (regional ausgestorben)

Ein Taxon ist in der Natur ausgestorben, wenn es nur noch in Kultur, in Gefangenschaft oder in eingebürgerten Populationen, die deutlich ausserhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebiets liegen, existiert. Ein Taxon gilt als in der Natur ausgestorben, wenn erschöpfende Untersuchungen in bekannten und/oder potenziellen Lebensräumen, in geeigneten Zeiträumen (tages- und jahreszeitlich, jährlich), im ganzen historischen Verbreitungsgebiet, keine Beobachtungen ergaben. Untersuchungen sollten innerhalb eines dem Lebenszyklus und der Lebensform angepassten Zeitrahmens durchgeführt werden. Diese Kategorie wird in nationalen/regionalen Listen durch RE (regionally extinct) ersetzt.

CR - critically endangered (vom Aussterben bedroht)
Ein Taxon ist vom Aussterben bedroht, wenn gemäss den besten verfügbaren Datengrundlagen ein extrem hohes Risiko besteht, dass das Taxon in unmittelbarer Zukunft in der Natur ausstirbt, basierend auf einem der Kriterien A-E für diese Kategorie.

EN - endangered (stark gefährdet)
Ein Taxon ist stark gefährdet, wenn gemäss den besten verfügbaren Datengrundlagen ein sehr hohes Risiko besteht, dass das Taxon in unmittelbarer Zukunft in der Natur ausstirbt, basierend auf einem der Kriterien A-E für diese Kategorie.

VU - vulnerable (verletzlich)
Ein Taxon ist verletzlich, wenn gemäss den besten verfügbaren Datengrundlagen ein hohes Risiko besteht, dass das Taxon in unmittelbarer Zukunft in der Natur ausstirbt, basierend auf einem der Kriterien A-E für diese Kategorie.

NT - near threatened (potentiell gefährdet)
Ein Taxon ist potenziell gefährdet, wenn es nach den Kriterien beurteilt wurde, aber zur Zeit die Kriterien für vom Aussterben bedroht, stark gefährdet oder verletzlich nicht erfüllt, aber nahe bei den Limiten für eine Einstufung in eine Gefährdungskategorie liegt oder die Limite wahrscheinlich in naher Zukunft überschreitet.

LC - Least Concern (nicht gefährdet)
Ein Taxon ist nicht gefährdet, wenn es nach den Kriterien beurteilt wurde und nicht in die Kategorien vom Aussterben bedroht, stark gefährdet, verletzlich oder potenziell gefährdet eingestuft wurde. Weit verbreitete und häufige Taxa werden in diese Kategorie eingestuft.

DD - data deficient (Daten ungenügend)

Ein Taxon wird in die Kategorie ungenügende Datengrundlage aufgenommen, wenn die vorhandenen Informationen nicht ausreichen, um auf der Basis seiner Verbreitung und/oder seiner Bestandessituation eine direkte oder indirekte Beurteilung des Aussterberisikos vorzunehmen. Ein Taxon in dieser Kategorie kann gut untersucht und seine Biologie gut bekannt sein, aber geeignete Daten über die Häufigkeit seines Vorkommens und/oder über seine Verbreitung fehlen. Die Kategorie DD ist deshalb keine Gefährdungskategorie. Die Aufnahme von Taxa in dieser Kategorie weist darauf hin, dass mehr Information nötig ist und anerkennt die Möglichkeit, dass aufgrund zukünftiger Forschung eine Einstufung in eine Gefährdungskategorie angebracht ist. Es ist wichtig, alle verfügbaren Daten zu berücksichtigen. In vielen Fällen sollte die Wahl zwischen DD und einer Einstufung in eine Gefährdungskategorie sehr sorgfältig erfolgen. Wenn vermutet wird, dass das Verbreitungsgebiet eines Taxons relativ gut abgegrenzt werden kann, und wenn eine beachtliche Zeit seit dem letzten Nachweis verstrichen ist, könnte eine Einstufung in eine Gefährdungskategorie gerechtfertigt sein.

NE - not evaluated (nicht beurteilt)

Arten, für die noch keine Evaluation gemäss den Kriterien durchgeführt wurde.

Die Texte stammen direkt aus: Kategorien und Kriterien der IUCN für Rote Listen, Version 3.1 genehmigt an der 51. Sitzung des IUCN-Rates.

 

Richtlinien und Konventionen:

FFH-Richtlinie Arten des Anhang II: Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen.

FFH-Richtlinie Arten des Anhang IV: Anhang IV ist eine Liste von Tier- und Pflanzenarten, die unter dem besonderen Rechtsschutz der EU stehen, weil sie selten und schützenswert sind. Weil die Gefahr besteht, dass die Vorkommen dieser Arten für immer verloren gehen, dürfen ihre "Lebensstätten" nicht beschädigt oder zerstört werden. Dieser Artenschutz gilt nicht nur in dem Schutzgebietsnetz NATURA 2000, sondern in ganz Europa. Das bedeutet, dass dort strenge Vorgaben beachtet werden müssen, auch wenn es sich nicht um ein Schutzgebiet handelt.

Berner Konvention Anhang II: Anhang II  bezieht sich auf streng geschützte Tierarten, die weder gestört noch gefangen, getötet oder gehandelt werden dürfen.