Verbreitung und Lebensraum

Der Laubfrosch ist vor allem in Tiefland und in den inneralpinen Tallagen Österreichs zu finden. In Salzburg hat der Laubfrosch seinen Verbreitungsschwerpunkt im Flachgau und im Tennengauer Salzachtal, sowie im Oberpinzgauer Talboden. Es gibt außerdem Vorkommen des Laubfrosches bei Pfarrwerfen, im östlichen Saalfeldener Becken sowie im Salzkammergut. Die älteren Beobachtungen aus dem Lungau sind unsicher und schon seit Jahren nicht mehr bestätigt worden.

Der Laubfrosch besiedelt unterschiedliche Fisch-freie Gewässer, die gut besonnt sein müssen. Dies können Teiche, Weiher, Augewässer aber auch Gewässer in Abbaugebieten wie Schotter- oder Sandgruben sein. Der Laubfrosch meidet Gewässer die zu kalt sind. Bei besonders hohem Strukturreichtum ist der Laubfrosch in größeren Gewässern (wie etwa dem Luginger See bei Bergheim) in Ausnahmefällen auch dazu in der Lage Gewässer mit niedrigem Fischbesatz zu tolerieren. Für seine abendlichen Rufkonzerte nutzt der Laubfrosch uferbegleitende Bäume und Sträucher.

Rote Liste Status in Österreich:

Stark gefährdet (EN - endangered)

Rote Liste Status in Salzburg:

Verletzlich (VU - vulnerable)

Rechtlicher Schutz in Salzburg:

Besonders geschützte Tierart

FFH-Richtlinie:

Anhang IV

Verbreitung des Laubfrosches in Salzburg

Gefährdung

Fischbesatz von Teichen, etwa durch die illegale Entsorgung von Goldfischen, stellt derzeit eine der Hauptgefährdungsursachen für den Laubfrosch in Salzburg dar. Außerdem leidet der Laubfrosch unter Lebensraumverlust durch Drainagierung und Entwässerung im Zuge landwirtschaftlicher Intensivierung.

Text: Peter KAUFMANN, 2020

  • Rufendes Laubfrosch-Männchen (Bild: P. Kaufmann)

  • Der Luginger See in Bergheim bietet Lebensraum für eine der größten Laubfrosch-Populationen Salzburgs

  • Frisch metamorphosierter Laubfrosch (Bild: P. Kaufmann)

  • Naturnahe Folienteiche sind gerade im Dauersiedlungsraum wichtige Ersatzlebensräume für eine Reihe von Arten

Literatur und Quellen

  • Biodiversitätsdatenbank des Landes Salzburg am Haus der Natur, Datenstand August 2020.
  • GOLLMANN G. (2007): Rote Liste der in Österreich gefährdeten Lurche (Amphibia) und Kriechtiere (Reptilia). In: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft (Hrsg.): Rote Listen gefährdeter Tiere Österreichs, Teil 2: Kriechtiere, Lurche, Fische, Nachtfalter, Weichtiere. Böhlau Verlag, Wien-Köln-Weimar: 515S.
  • KYEK M. & A. MALETZKY (2006): Atlas und rote Liste der Amphibien und Reptilien Salzburgs. Land Salzburg: 141S.