Verbreitung und Lebensraum

Die Berg- oder Waldeidechse ist das am weitesten verbreite Reptil der Erde und kommt von Nordspanien bis Ostasien in nahezu der gesamten nördlichen Paläarktis vor. Auch in Salzburg ist die Bergeidechse in allen Landesteilen zu finden, wobei sich die Vorkommen im Tiefland hauptsächlich auf Moorgebiete beschränken. Die Bergeidechse ist (wie der Name schon sagt) aufgrund ihrer lebendgebärenden Fortpflanzungsweise auch dazu in der Lage kältere Lebensräume im Hochgebirge zu besiedeln. Sie kann in Salzburg auch über 2.000 m gefunden werden.

Die Bergeidechse besiedelt in Salzburg unterschiedliche sonnige Lebensräume mit erhöhter Luftfeuchtigkeit vom alpinen Grünland über Waldränder bis hin zu Feuchtwiesen und Mooren. Neben der Luftfeuchtigkeit stellen vor allem Sonn- und Versteckplätze eine wichtige Rolle für den Lebensraum der Bergeidechse. Genutzt werden u.A. Totholz, Zwergsträucher, Felsen und Legsteinmauern.

Rote Liste Status in Österreich:

Potentiell gefährdet (NT - near threatened)

Rote Liste Status in Salzburg:

Potentiell gefährdet (NT - near threatened)

Rechtlicher Schutz in Salzburg:

Besonders geschützte Tierart

FFH-Richtlinie:

nicht gelistet

Verbreitung der Bergeidechse in Salzburg

Gefährdung

Die Bergeidechse ist in Salzburg vor allem durch Lebensraumverlust gefährdet. Die zunehmende landwirtschaftliche Intensivierung inneralpiner Tallagen und die Beseitigung von Strukturen (Felsen, Wurzelstöcke etc.) auf Wiesen und Almflächen führen zum Verlust geeigneter Sonn- und Versteckplätze. Auch bei der Erschließung von Skipisten kann es zur Zerstörung von Lebensräumen der Bergeidechse kommen.

Texte: Peter KAUFMANN, 2020

  • Bergeidechse im Portrait (Bild: P. Kaufmann)

  • Legsteinmauern stellen vor allem im alpinen Bereich wichtige Strukturen für Reptilien dar

  • Bergeidechse (Bild: P. Kaufmann)

  • Halb-offene Moorbereiche sind typische Lebensräume von Kreuzotter und Bergeidechse

Literatur und Quellen

  • Biodiversitätsdatenbank des Landes Salzburg am Haus der Natur, Datenstand August 2020.
  • GOLLMANN G. (2007): Rote Liste der in Österreich gefährdeten Lurche (Amphibia) und Kriechtiere (Reptilia). In: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft (Hrsg.): Rote Listen gefährdeter Tiere Österreichs, Teil 2: Kriechtiere, Lurche, Fische, Nachtfalter, Weichtiere. Böhlau Verlag, Wien-Köln-Weimar: 515S.
  • KYEK M. & A. MALETZKY (2006): Atlas und rote Liste der Amphibien und Reptilien Salzburgs. Land Salzburg: 141S.