Schwarzer Apollo

Gefährdung / Schutz

Die Intensivierung (oder völlige Aufgabe – Grenzertragsflächen) der Bewirtschaftung der Lebensräume, die Aufgabe der extensiven Beweidung in niederen Almgebieten und die Aufforstung der Habitatflächen sind wichtige Gefährdungsursachen. Die Umwandlung mäßig nährstoffreicher, spät oder nur gelegentlich gemähter Wiesenflächen in stärker gedüngte, mehrmähdige Wirtschaftswiesen ist sicherlich eine der Hauptursachen für das Verschwinden ehemaliger Habitate. Am nördlichen Rand der Osterhorngruppe war die Art bis in die 70. Jahre verbreitet und häufig: Das Habitat einer der in dieser Region zwei letztbekannten Populationen (südöstlich Höfnerhäuser im Gemeindegebiet Hof b. S.) wurde etwa 2001 mit Fichten aufgeforstet, womit die entsprechende Population zum Aussterben verurteilt war. So sind bereits einige Salzburger Populationen dieser Art ausgestorben. In den Hohen Tauern stellt die Intensivierung der Beweidung bestimmter Bereiche (mehr Rinder für längere Zeiten auf derselben Fläche) und die gleichzeitige Aufgabe weiterer Almgebiete eine Gefährdung für den Schwarzen Apollofalter dar. In abgelegenen, extensiv bewirtschafteten Almgebieten der Osterhorngruppe in den Kalkalpen kann die Art lokal noch verhältnismäßig häufig auftreten.

Rote Liste Status in Österreich:

Art der Vorwarnliste (Near threatened, NT)

Rote Liste Status in Salzburg:

Stark gefährdet (endangered, EN)

Situation im Salzburger Alpenvorland:

Vom Aussterben bedroht

Parnassius mnemosyne - Bild: P. Gros

Verbreitung in Salzburg

In Salzburg besitzt der Schwarze Apollofalter einen deutlichen Verbreitungsschwerpunkt im Gebiet der Kalkalpen. Er kommt aber auch in einzelnen Tälern der Zentralalpen vor. Dort ist er offensichtlich etwas untererfasst, möglicherweise aufgrund der verhältnismäßig frühen Flugzeit. Im Lungau ist nur eine Population bei Muhr bekannt, die erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde (Embacher & Gros 2002). In Tallagen und in den tieferen Bereichen des nördlichen Alpenrandes ehemals verbreitet, ist er dort aufgrund der intensiven Landwirtschaft beinahe ausgestorben.