Gefährdung

Diese Art besiedelt zeitweise brachliegende Bereiche wärmebegünstigter Magerrasen und -wiesen, und benötigt somit sehr extensiv bewirtschaftete Habitate, die in Salzburg wahrscheinlich von Natur aus immer nur lokal vertreten waren, und in den vom Alexis-Bläuling besiedelten tieferen Lagen sowieso längst der intensiven Landwirtschaft zum Opfer gefallen sind, oder aufgrund aufgegebener Bewirtschaftung oder Aufforstung zugewachsen und verschwunden sind. Diese Falterart wurde zunächst in den letzten geeigneten Magerwiesen am äußersten Rand des Verbreitungsareals verdrängt, in etwas höheren Lagen der Kalkalpen (bei Puch, St. Koloman, Leogang). Die kümmerlichen Reste eines ehemals sehr wahrscheinlich deutlich größeren Areals haben sich aber auch nicht mehr lange halten können, was letztendlich zum Erlöschen der letzten Populationen und zum Aussterben dieser Art in Salzburg geführt hat. Auch die Klimaerwärmung wird solche wärmeliebende Arten zunächst nicht verhelfen können, wieder Fuß zu fassen, da die benötigten Lebensräume großteils zerstört wurden.

Rote Liste Status in Österreich:

Gefährdet (Vulnerable, VU)

Rote Liste Status in Salzburg:

Ausgestorben (Regionally Extinct, RE)

Situation im Salzburger Alpenvorland:

Ausgestorben

Glaucopsyche alexis - Bild: P. Gros

Glaucopsyche alexis - Bild: P. Gros

Verbreitung in Salzburg

In Salzburg ausgestorben (letzter Nachweis: 03.06.1971 bei Puch – Leitner). Schwerpunkt der ehemaligen Verbreitung im Salzburger Becken; zwei Einzelfunde in tieferen Lagen der Kalkalpen. Bei dieser xerothermophilen Art ist davon auszugehen, dass sie ehemals auch im Alpenvorland zumindest lokal vorkam. Dort ist sie wahrscheinlich vor schon so langer Zeit ausgestorben, dass eine entsprechende Dokumentation nicht existiert oder verloren gegangen ist.