Das Haus der Natur ist im Besitz von etwa 3.000 ethnologischen Objekten. Im Rahmen eines Projekts seit Herbst 2025 wird diese Sammlung inhaltlich und fotografisch für weiterführende wissenschaftliche Forschungen sowie für Ausstellungsprojekte erschlossen. Aufbauend darauf geht es darum, einen neuen Umgang mit der Sammlung zu erarbeiten. Ein Fokus soll vor allem auf dem Umgang mit jenen Objekten gelegt werden, bei denen der Verdacht im Raum steht, dass sie unter Ausnutzung kolonialer Machtgefälle erworben wurden, bevor sie ans Haus der Natur kamen. Ziel ist es, im Rahmen dieses Projektes ehrliche Objektgeschichte(n) zu erarbeiten, die diese Machtgefälle aufgreifen und fassbar machen.

Gleichzeitig befinden sich auch Objekte in der Sammlung, die ganz oder teilweise aus menschlichen Überresten (human remains) hergestellt wurden. Ihnen muss ein besonders sensibler Umgang zuerkannt werden, der möglicherweise auch in Restitutionen an Vertreter der Herkunftsgesellschaften mündet.

Die erarbeiteten Objektgeschichte(n) sollen dazu beitragen, die kolonialen und postkolonialen Vernetzungen für mehr Menschen sichtbar zu machen.

Das Projekt wird im Rahmen der Museumsförderung vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport gefördert.

 

Sonja Frühwirth

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