Mauerfuchs (Lasiommata megera)
Gefährdung
Der ansonsten weit verbreitete und recht anspruchslose Mauerfuchs ist in Salzburg offensichtlich nicht dauerhaft bodenständig. Es ist anzunehmen, dass dies auf klimatischen Gegebenheiten beruht. Wahrscheinlich wurde die benötigte Jahresdurchschnittstemperatur unter Berücksichtigung der hohen Niederschläge in Salzburg bisher unterschritten. Parallel zur aktuellen Klimaänderung sind ab 2023 einzelne rezente Fundmeldungen aus dem Norden Salzburg bekannt geworden. Bekannte Vorkommen in den angrenzenden Gebieten Bayerns und Oberösterreichs ließen bereits vermuten, dass die Art Salzburg bald besiedeln würde.
Rote Liste Status in Österreich: Nicht gefährdet (Least Concern, LC)

Rote Liste Status im gesamten Bundesland Salzburg: Nicht eingestuft (Not Evaluated, NE), da die Art kürzlich noch als seltener Irrgast galt
Lasiommata megera (Weibchen) - Bild: P. Gros
Verbreitung in Salzburg
Der Mauerfuchs tratt in Salzburg bislang nur als Irrgast auf. Belegte historische Funde liegen in Salzburg aus dem Gebiet der Stadt Salzburg (Leopoldskron) und aus der Umgebung von Weißbach bei Lofer vor. Der Fund aus Leopoldskron erfolgte in der Nähe einer Gärtnerei, wobei angenommen werden kann, dass hier eine Puppe oder Raupe mit einer Topfpflanze eingeschleppt wurde (vgl. Embacher 1995)! Bei den älteren Funden aus Weißbach kann eine Fehletikettierung nicht gänzlich ausgeschlossen werden, eine Überprüfung ist jedoch nicht mehr möglich. Nun gibt es sichere Nachweise aus der Umgebung von Mattsee aus den Jahren 2023 und 2024.

