Mitarbeiter am Haus der Natur findet Zahn eines Fischsauriers aus der Kreidezeit

Der leidenschaftliche Hobbypaläontologe Fred Leiblfinger entdeckte beim Freipräpieren einer Fossilstufe aus Sandsteinen der Rossfeld-Formation bei Kuchl zwischen einigen Ammoniten einen Ichthyosaurierzahn – was ihm ungewöhnlich erschien, denn man ging bisher davon aus, dass Fischsaurier in Österreich vor der Unterkreide bereits ausgestorben waren.

Das hat ihn dazu veranlasst, Kontakt mit dem NHM in Wien aufzunehmen, wo ein Team von Wissenschaftlern rund um Alexander Lukeneder den Zahn genauer untersuchte. Dabei widmete man sich auch einem weiteren Fund aus kreidezeitlichen Sedimenten aus Oberösterreich. Karl Bösendorfer entdeckte in Kalken der Schrambach-Formation ebenfalls Knochenreste eines Fischsauriers, die sich als Teil einer Schnauze entpuppten.

Nach zweijähriger Forschungsarbeit kam nun die Bestätigung der Sensationsfunde: Der einzelne Zahn ist laut den Analysen in etwa 132 Mio. Jahre alt, die Schnauze rund zwei Millionen Jahre jünger. Fischsaurier haben in Österreich also viel länger gelebt, als bisher angenommen.

Dieses Beispiel zeigt neuerlich das große Potenzial der Zusammenarbeit zwischen Citizen Scientists und Wissenschaftler·innen. Die beiden Finder der bedeutenden Fossilien überließen den Wissenschaftler·innen ihre Funde nicht nur zur Bearbeitung, sie übergeben sie nun dem Haus der Natur sowie dem NHM in Wien, wo sie somit auch der Öffentlichkeit zugänglich sind.

Bis jetzt waren Fischsaurier in Österreich nur aus der Trias- und der Jurazeit bekannt. Funde von Fred Leiblfinger und Karl Bösendorfer belegen nun eindeutig: Fischsaurier gab es in unseren Breiten auch noch in der Kreide, also vor rund 130 Millionen Jahren.

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