Kalte Keller, Eislöcher, Hexenwäldchen und Kondenswassermoore – kaltluftführende Blockhalden in Oberösterreich

Während sich die seltenen, außeralpinen Silikat-Blockhalden – wie jene in der Böhmischen Masse – im Landschaftsbild oft scharf von der Umgebung absetzen, stellen (Block-)Schutthalden und Felssturzmassen in den nördlichen Kalkalpen keine so große Besonderheit dar; ihre Strukturen sind auf Luftbildern jedoch oft schwerlich identifizierbar. Derartige Fest- oder Lockergesteins-Ansammlungen weisen in beiden Naturräumen nur unter bestimmten Bedingungen Kaltluftsysteme auf. Anekdotisch wurde in der Literatur von "Kaltlöchern" berichtet, eine systematische landesweite Erkundung der oft unspektakulären Kaltluftaustritte wurde bis dato jedoch nicht durchgeführt. Engräumige wetterführende Hohlraumsysteme sind durch ihre kleinklimatische Differenzierung in erwärmte und unterkühlte Habitate von großer Bedeutung, sowohl für die Erhaltung der Biodiversität als auch für den überregionalen Natur- und Landschaftsschutz; sie treten als vorwiegend zoologische Reliktstandorte deutlich hervor. Der Vortrag gibt eine Übersicht der bisher bekannten kaltluftführenden Blockhalden und eine knappe Darstellung des aktuellen Wissensstandes zu deren Vegetation sowie Hinwiese zu deren Lokalisierung und Ansprache in der Landschaft.

Um 19.00 im Heim der Österreichischen Naturschutzjugend

August 2021
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