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Neben der steten Erforschung und Dokumentation der Salzburger Flora in Form von Herbarbelegen und Datenbanken arbeitet die Sabotag derzeit an folgenden Projekten:
Im Rahmen unseres Schwerpunktes "Farne und Farnverwandte" möchten wir ein Buch über die Farne des Bundeslandes Salzburg schreiben. Ziel ist es, das Buch bis zum Ende des Jahres 2013 fertig zu stellen, wobei in den nächsten 2 Jahren die "Nachkartierung" der Farntaxa in Salzburg Priorität hat. Hierzu werden im Sommersemester 2011 auch Exkursionen angeboten. Im Jahr 2013 werden die Daten zusammengetragen und die Beschreibungen der Arten bzw. Unterarten und Hybriden geschrieben.
Insgesamt sind in Salzburg rd. 70 Taxa von Farnen und Farnverwandten (Bärlappe, Schachtelhalme, Natternzungengewächse) bekannt, von denen 6 Taxa (vermutlich) ausgestorben sind. Zusätzlich sind noch viele Hybriden zwischen und innerhalb von Arten bekannt. Das Buch wird reich bebildert sein, Habitusfotos sollen einen Eindruck der Pflanzen vermitteln und auch Laien helfen, Farne schnell und einfach zu erkennen. Daneben werden auch Detailfotos bzw. Mikroskopiefotographien in das Buch aufgenommen. Somit sollten die feinen Unterschiede der Arten und vor allem Unterarten oder Hybriden gezeigt werden.
Im Großen und Ganzen sollte das Buch für Laien verständlich sein und für Fortgeschrittene bzw. Profis neue Erkenntnisse bringen.
Unser Mitarbeiter Oliver Stöhr präsentierte erste Ergebnisse bei der Botanikertagung in Innsbruck 2012. Die Präsentation kann heruntergeladen werden: hier klicken.
Ein Artikel über die Natternzunge (Ophioglossum vulgatum) von Christoph Langer, Ralf Schwab, Hedwig Meindl und Günther Nowotny wurde im NaturLand Salzburg veröffentlicht und kann hier heruntergeladen werden: hier klicken.
Bislang war unbekannt, welche Unterarten und Hybriden des Braunstiel-Streifenfarnes im Bundesland Salzburg vorkommen. Im Zuge einer umfangreichen Herbarrevision im Jahr 2009, welche auch Belege öffentlicher Herbarien umfasste, konnte nun die Situation in Salzburg geklärt werden. Die Ergebnisse wurden inzwischen von O. Stöhr in der Reihe "Stapfia:reports" (Bd. 92) publiziert, die Arbeit kann über das Biologiezentrum Linz bezogen werden.
Die durch Apomixis und eine ungeheure Artenvielfalt geprägten Löwenzahne sind in Österreich wie in Salzburg höchst unzureichend erforscht. Mittels stärkerer Besammlung und Einarbeitung in den nächsten Jahren ist geplant, diesen Missstand zumindest teilweise zu beheben. Die Mitarbeit bei der Besammlung ist herzlich willkommen!
Wie exemplarische Aufsammlungen in den letzten Jahren zeigten, sind in dieser in Salzburg noch sehr unzureichend bekannten Gattung interessante Fundnachweise möglich. In einem größeren Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg erfolgt, wurde dankenswerter Weise das bislang vorhandene Herbarmaterial aus Salzburg bis kurz vor seinem Tod († 9.8.2011) von Franz Grims - dem besten Kenner der Gattung in Österreich – revidiert. In diesem Jahr findet eine Schwerpunktbesammlung im Bundesland Salzburg statt.
In einem von der Firma SLK (Salzburger Landwirtschaftliche Kontrolle) initiierten Projekt beteiligten sich vier Mitarbeiter der Sabotag (G. Nowotny, P. Pilsl, H. Wittmann & O. Stöhr) an der Erstellung einer zeitgemäßen, bebilderten Broschüre über die geschützten Gefäßpflanzen in Salzburg. Die Broschüre ist bereits erschienen und kann über die SLK bezogen werden.
Moore sind im Bundesland Salzburg ein charakteristisches Landschaftselement. Während die Verbreitung der Gefäßpflanzen in diesen Lebensräumen bereits sehr gut bekannt ist, ist die Inventarisierung der Moose noch voll im Gange. Besonders von äußerst stenöken Moosarten wurden in den letzten Jahren gezielt Daten erhoben, die in den Jahren 2010 und 2011 verfeinert und voraussichtlich 2012 publiziert werden sollen. Bearbeiter dieses Projektes ist Ch. Schröck.
Die Sabotag führt eine Datenbank, in der Funddaten von Gefäßpflanzen aus dem Land Salzburg gesammelt werden. Dabei werden sowohl eigene Kartierungen der Mitarbeiter, bereits digitalisierte Herbarien, Literaturauswertungen sowie Fundmeldungen von anderen Personen erfasst, die uns gemeldet werden. Zweck dieser Datenbank ist die Unterstützung der floristischen Arbeit im Land Salzburg. Der Datenbestand (107.000 Datensätze, Stand November 2010) ist inzwischen eine unverzichtbare Hilfe bei der Beurteilung der horizontalen und vertikalen Verbreitung vor allem seltener Arten sowie bei der Einstufung ihrer Gefährdung im Kontext zur historischen Verbreitung.
Fundmeldungen sind jederzeit willkommen, digitale Daten (z.B. in Form von Excel-Tabellen) werden natürlich bevorzugt. Die Daten sollten auf jeden Fall folgende Inhalte aufweisen: Wissenschaftlicher Artname, Fundort, Datum und der Name der Person, von der diese Informationen stammen. Weiters sind von Interesse: Höhenangabe, Quadrant der floristischen Kartierung Mitteleuropas, Koordinaten sowie Quellenangaben bei Literaturauswertungen. Sollten Belege von den Funden vorliegen, sind auch der Name des Herbariums und die Belegnummer von Interesse. Fundmeldungen bitte an: peter.pilsl@sbg.ac.at
Salzburg ist schon seit Jahrhunderten ein botanisch intensiv untersuchtes Land und daher existieren bereits zahlreiche Publikationen mit botanischen Inhalten. Da diese vielfach in Zeitschriften „versteckt" sind und oftmals nur Eingeweihten bekannt sind, wurde nun in den letzten 20 Jahren eine Literaturdatenbank mit sämtlichen Publikationen (Aufsätze, Bücher, Zeitungsartikel, Gutachten, Diplomarbeiten und Dissertationen) erstellt. Zu diesem Zweck wurden Schlagworte (Allgemeine Inhalte, behandelte Pflanzenarten und geographische Zuordnung) sowie Zusammenfassungen verfasst. Weiters werden auch Bibliotheken genannt, an denen diese Arbeit zur Verfügung steht. Zurzeit enthält die Datenbank etwas mehr als 4.000 Einträge (Stand Februar 2010) mit botanischen Inhalten im weitesten Sinn. In der Datenbank werden jedoch auch andere naturwissenschaftlich relevante Beiträge über das Land Salzburg gesammelt (Zoologie, Geowissenschaften, Naturschutz und teilweise auch Geographie), wodurch insgesamt bereits über 23.000 Beiträge über das Land Salzburg zu finden sind.
Teile der Daten wurden bereits veröffentlicht:
Der Anteil über den Nationalpark Hohe Tauern ist unter http://bibliographie.hohetauern.at/ kostenlos abfragbar.
Datenbankabfragen bitte an: peter.pilsl@sbg.ac.at. Weiters würden wir uns über Hinweise zu neuerer Literatur mit Informationen über Salzburger Pflanzen freuen!