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Die neue Sonderausstellung im Haus der Natur setzt sich mit einem hochaktuellen und brisanten Thema auseinander: der Vielfalt des Lebens. Einzigartig sind sowohl Umfang der Ausstellung – sie ist die größte zum Thema in Mitteleuropa – als auch Art der Vermittlung: Mit originellen Ausstellungsmodulen und innovativer Präsentationstechnik erfahren sich die Besucher/innen als Teil einer faszinierenden und erstaunlichen Lebensvielfalt.
So lässt der magische „Planet der Vielfalt“ mit einer völlig neuartigen Projektionstechnik die globale Dimension der Vielfalt aus der Weltraumperspektive sichtbar werden. Per Knopfdruck können unterschiedliche Programme gestartet werden, welche die Großlebensräume der Erde, die Hot-Spots der Biodiversität oder den Einfluss des Menschen auf unserem Planeten sichtbar machen.
Nur einen Moment später wird man selbst Teil der Ausstellung. Über einen Touchscreen kann man eigene Körpermerkmale wie zum Beispiel Nasenform, Haarfarbe oder Augenfarbe in eine Datenbank eingeben und mit denen anderer Besucher/innen vergleichen. Und auf der sogenannten Lebensraumbühne wird es möglich, die vielschichtigen Lebensräume im heimischen Mischwald zu erforschen. Überraschungen vorprogrammiert!
Auch ist die Vielfalt nicht immer wissenschaftlich - an der Geräusche-Orgel kann man sie spielerisch entdecken. Selbst die Frage nach der Entstehung unserer Lebensvielfalt wird beantwortet. In einem Computerspiel kann man in die Evolution kleiner bunter Käfer eingreifen, spielerisch aber einprägsam erkennt man so die wesentlichen Mechanismen für die Entwicklung des Lebens.
Doch wie fast überall gibt es auch hier eine Schattenseite, denn unsere Vielfalt ist bedroht. Der massive Anstieg der Bevölkerungszahlen und der damit verbundene Bedarf an Flächen, Ressourcen und Energie lässt immer mehr Lebensräume und damit tausende Tier- und Pflanzenarten verschwinden. Und das betrifft nicht nur weit entfernte Regenwälder, auch in unserer Region finden sich inzwischen beträchtliche Lücken im Puzzle der Lebensräume. Zahlreiche Beispiele führen uns vor Augen, was sich direkt vor unserer Haustüre abspielt und machen betroffen.
Kurz darauf staunt man darüber, welche „Dienstleistungen“ intakte Ökosysteme an uns Menschen erbringen und erkennt den Wert der Vielfalt – zweifellos. Ja, Vielfalt ist das Thema der Ausstellung. Aber gleichzeitig ist es auch ihre beste Beschreibung.
Laufzeit: 1. Dezember 2010 bis Ende Mai 2012